
IKP-Methode
Die IKP-Methode (Institut für Körperzentrierte Psychotherapie) ist ein ganzheitlicher und ressourcenorientierter Therapieansatz, der Körper und Psyche miteinander verbindet. Sie basiert auf der Humanistischen Psychologie und der Gestalttherapie und kombiniert gesprächsorientierte und nonverbale Methoden. Dazu gehören Körperarbeit, Rollendialoge, kreative Medien wie Zeichnen und imaginatives Arbeiten.
Ziel der IKP-Methode ist es, Menschen in herausfordernden Lebenssituationen zu begleiten und zu stärken. Durch die bewusste Integration von Körpererleben und innerem Erleben entsteht mehr Klarheit, innere Balance und ein heilsamer Umgang mit sich selbst.
Ganzheitliches Menschenbild
Der Mensch wird als Einheit von Körper, Psyche und Geist verstanden – eingebettet in soziale, räumliche, zeitliche und sinnstiftende Zusammenhänge.
Prozess- und Erlebnisorientierung
Die Arbeit findet im Hier und Jetzt statt. Aktuelles Erleben, Gefühle und Bedürfnisse werden wahrgenommen, erforscht und integriert.
Ressourcen- und Bedarfsfokus
Im Mittelpunkt stehen vorhandene Stärken und Fähigkeiten. Diese werden aktiviert, um innere Balance wiederherzustellen und Belastungen wirksam zu bewältigen.

Arbeit mit Tiersymbolen nach Alfons Aichinger
Die Arbeit mit Tiersymbolen ist eine kreative Form der Teilearbeit. Gefühle, innere Anteile oder Konflikte werden durch Tierfiguren dargestellt und nach aussen verlagert. Das schafft Abstand, macht Themen sichtbar und erleichtert den Zugang zu dem, was im Inneren passiert.
Die Methode hilft Kindern wie Erwachsenen, ihre inneren Dynamiken besser wahrzunehmen und differenziert auszudrücken.
Belastende Themen wie Aggression, Zwänge, depressive Gefühle oder Eifersucht werden so beobachtbar und verständlich.
Diese Form der Teilearbeit eröffnet neue Zugänge und überraschende Lösungswege. Unerwünschte oder schwierige Anteile werden nicht bekämpft, sondern verstanden. Symptome können als Hinweise auf innere Bedürfnisse erkannt werden, wodurch vorhandene Ressourcen gestärkt und besser genutzt werden können.
Focusing
Focusing ist keine Analyse von aussen, sondern ein achtsames Lauschen nach innen. Der Mensch gilt dabei als Experte für seine eigene Erfahrung. In einem sanften und respektvollen Prozess richtet man die Aufmerksamkeit auf feine Körperempfindungen – den sogenannten Felt Sense.
Diese Empfindungen tragen oft ein inneres Wissen in sich, welches wir spüren, auch wenn wir es noch nicht in Worte fassen können. Indem man ihnen freundlich und offen begegnet, können sich überraschend klare Einsichten und neue Lösungen zeigen – nicht durch angestrengtes Denken, sondern durch körperliches Erleben und intuitives Verstehen.
Die von Eugene Gendlin entwickelte Methode unterstützt dabei, innere Klarheit, Stimmigkeit und Balance zu finden. Sie hilft, Stress abzubauen, die Selbstwahrnehmung zu vertiefen und in einen guten, respektvollen Dialog mit sich selbst zu kommen.

